vv

 L a u f

D i e  D a t e n b a n k

D a t e n b a n k e n

Eine Datenbank enthält eine Reihe von Daten, die unter einem bestimmten Gesichtspunkt gesammelt werden und die alle miteinander in Beziehung stehen. Eine Datenbank ist eine Struktur zur Verwaltung solcher Daten und zum sinnvollen Abfragen von Informationen. Sie bietet die Möglichkeit, Daten zu erfassen und zu speichern. Namen, Adressen, Geburtstage und Bankverbindungen sind typische Beispiele für Daten, die ein Anwender speichern und bei Bedarf wieder abrufen will. Daten treten als Text, als Zahlen, als Datums-, Zeit- oder Währungsangaben und in anderen Formen auf.

Die Stärke des VV Datenbankprogrammes besteht darin, dass es streng relational ist. Das bedeutet, dass Daten nie mehr als einmal einzugeben sind und dass diese nur an einer Stelle in der Datenbank stehen. Sie können mit anderen gespeicherten Daten in Wechselwirkung treten. So werden z.B. an einer Stelle Läuferinformationen, an einer zweiten Laufzeitinformationen und an einer dritten die Klartexte der Altersklassen gespeichert. Man kann jetzt Abfragen so zusammenstellen, dass Antworten durch die kombinierten Informationen gegeben werden können.

T a b e l l e n

Daten werden in Tabellen gespeichert. Jede Tabelle enthält Informationen zu einem bestimmten Objekt. Jede Tabelle hat einen Namen. Die Datenbank Sport enthält beispielsweise die Tabelle lfdat mit den Läuferdaten und die Tabelle lfztdat mit den Zeitdaten.

Die Informationen in einer Tabelle unterliegen alle der gleichen Struktur. Innerhalb von Tabellen werden Daten in Spalten und Zeilen gespeichert.

Jeder Spalte, auch Feld genannt, ist eine bestimmte Eigenschaft des Objekts oder Ereignisses zugeordnet. Jede Spalte hat einen Namen. So enthält beispielsweise die Spalte lnam1 den Familiennamen und die Spalte snr die Start-Nummer.

Eine Zeile, auch Datensatz genannt, besteht aus einem Querschnitt durch die Spalten, die für ein bestimmtes Element einer Tabelle zutreffen. Oder: Jede Zeile ist ein Satz aus Daten, deren einzelne Teile in jeweils einer Spalte gespeichert sind. Eine Tabelle kann Hunderte von Zeilen enthalten. So wird zum Beispiel jeder Läufer in der Tabelle lfdat als eine Zeile dargestellt.

Sowohl Zeilen als auch Spalten können im Speicher des Rechners nach Belieben geordnet und sortiert und Daten in beliebiger Weise ausgewählt werden. Dabei werden indizierte Spalten zur schnelleren Suche und Sortierung benutzt.

V i e w s

Die Tabelle ist zwar die Grundeinheit einer Datenbank, aber gelegentlich kann es vorteilhaft sein, gleichzeitig Einblick in mehrere Tabellen zu haben. Zu diesem Zweck gibt es die Views. Eine View ist eine Art Pseudo-Tabelle. Sie sieht auf dem Bildschirm genau wie eine Tabelle aus, ist aber nur eine Tabellenfassade.

Views sind temporäre Tabellen, die den gesamten oder teilweisen Inhalt einer oder mehrerer Tabellen anzeigen. Die Datenbank Sport enthält beispielsweise eine View lfztv mit den Wertungsdaten. Sie vereinigt Spalten aus den Tabellen lfdat (Läuferdaten) und lfztdat (Zeitdaten). Die gemeinsame oder Referenzspalte, mit der beide Tabellen verbunden sind und die jede View haben muss, ist in diesem Fall snr, die Startnummer.

Die Vorteile der Views liegen darin, dass gleiche Daten nicht in mehr als einer Tabelle gespeichert werden müssen, dass Daten aus mehreren Tabellen kombiniert werden können und dass durch entsprechende Verknüpfungen der Tabellen tatsächlich alle Daten erreicht werden können. Jedes Mal, wenn Sie die View verwenden, baut R:BASE sie neu wieder auf. Die Views sind in VV nicht auf der Festplatte angelegt, sondern im Speicher! Das spart Zeit und Festplattenplatz.

E i n g a b e m a s k e n

Masken sind strukturierte Bildschirmpläne, die zur Dateneingabe innerhalb einer Datenbank dienen. Eingabemasken sind die gebräuchlichste Form der Dateneingabe. Jedes Feld auf einer Maske ist einer bestimmten Spalte einer Datenzeile aus einer bestimmten Tabelle zugeordnet. Da jedes Feld wie in einem Formular eine eigene Benennung hat, führt die Maske bei der Eingabe, so dass die erwünschten Daten in die korrekte Spalte gelangen.

Mit einer Maske zur Abfrage von Daten können die in der Datenbank enthaltenen Informationen auf dem Bildschirm angezeigt und bearbeitet werden. So dient zum Beispiel die Maske mit dem Namen spda zum Bearbeiten der Daten für den Sportstamm.

A u s g a b e l i s t e n

Listen oder Berichte sind gedruckte Übersichten der Daten. Dies ist die übliche Art, Daten aus einer Datenbank herauszufiltern. Man benutzt Ausgabelisten, um Daten zusammenzutragen, sie übersichtlich zu ordnen, Berechnungen anzustellen und Zusammenhänge anschaulich zu machen.

Berichte können Daten aus einer oder mehreren Tabellen oder Views enthalten; dies können alle entsprechenden Daten oder es kann eine Auswahl sein. So dient beispielsweise der Bericht mit dem Namen smel zur Ausgabe der Staffelliste mit den Datenzeilen der Tabelle lfdat, bei denen das Feld v einen bestimmten Wert hat, nämlich 'S'.

A u s w a h l m e n ü s

Der Programmablauf wird über Auswahlmenüs gesteuert. Das sind Optionen, die bestimmte Aufgaben erfüllen. Die Menüstruktur erlaubt, sich Schritt für Schritt zu dem gewünschten Punkt des Programms zu bewegen.

Das Hauptmenü stellt die 1. Menüstufe dar. Es ist ein Balkenmenü mit mehreren Optionen. Diese gehen weiter zu Untermenüs.
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Die Untermenüs stellen die 2. Menüstufe dar. Die einzelnen Untermenüs werden unter den Positionen des Hauptmenüs angezeigt (sog. Pull-down-Menüs), wenn die betreffende Option hervorgehoben (angeklickt) wird.
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Wird ein Element des Untermenüs angeklickt, führt das Programm diese Option aus. Optionen, bei denen noch weitere Auswahlen getroffen werden müssen, sind mit einem doppelten Pfeil (») gekennzeichnet. In einigen Fällen wird durch Punkte (...) im Menü angezeigt, dass bei Aufruf der Option eine Aufforderung erscheint, eine benötigte Information einzugeben.
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A n w e n d u n g e n

Eine Anwendung ist ein rechnergesteuertes System zur Verarbeitung der Daten. Zum Beispiel kann die Anwendung Sport den Benutzer durch die Aufgaben führen, mit denen Mitgliederdaten auf den neuesten Stand gehalten, Beleglisten gedruckt und Fragen zum Beitragsstand mit Hilfe einer Datenbank beantwortet werden.

Eine Anwendung besteht aus einer Reihe von Menüs und Befehlen, durch die man direkt auf eine Datenbank zugreifen kann. In gewisser Weise erhält eine Datenbank durch die Anwendung eine Art Eigenleben. Sie sieht fast wie ein eigenes Programm aus, aber in Wirklichkeit macht das Datenbankprogramm hinter den Kulissen die eigentliche Arbeit.

Anwendungen sind Kombinationen aus Befehls-, Menü- und Bildschirmblöcken in einer Prozedurdatei, die zusammen die Anforderungen des Anwenders erfüllen.

Ein Befehlsblock ist eine Folge von Anweisungen, durch die das Programm bestimmte Aufgaben erfüllt. Sie muss einen logischen Programmablauf und eine logische Struktur besitzen. Programmablauf und -struktur definieren die Aufgaben, die mit dem Programm ausgeführt werden.

Ein Menüblock enthält die Beschreibung eines Menüs, das in der Anwendung verwendet werden soll. Die aus dem Menü gewählte Option führt die jeweilige Aufgabe aus, für die sie festgelegt ist.

Ein Bildschirmblock wird oft dazu verwendet wird, Hilfeinformationen beim Ausführen der Anwendung bereitzustellen.

Eine Prozedurdatei ist eine ausführbare ('kompilierte') Folge von Befehls-, Menü- und Bildschirmblöcken. Sie enthält eine oder mehrere Befehlsblöcke und zusätzlich alle Menü- oder Bildschirmblöcke, die aus dem ausgeführten Befehlsblock aufgerufen werden.

VVVereins-
Verwaltung

© Dr. Hartmut Braun, Karlsruhe