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 Vereins-Verwaltung

D i e  D a t e n b a n k

Die moderne Datenbank für den Sportverein.

D a t e n b a n k e n

Eine Datenbank enthält eine Reihe von Daten, die unter einem bestimmten Gesichtspunkt gesammelt werden und die alle miteinander in Beziehung stehen. Eine Datenbank ist eine Struktur zur Verwaltung solcher Daten und zum sinnvollen Abfragen von Informationen. Sie bietet die Möglichkeit, Daten zu erfassen und zu speichern. Namen, Adressen, Geburtstage und Bankverbindungen sind typische Beispiele für Daten, die ein Anwender speichern und bei Bedarf wieder abrufen will. Daten treten als Text, als Zahlen, als Datums-, Zeit- oder Währungsangaben und in anderen Formen auf.

Die Stärke des VV Datenbankprogrammes besteht darin, dass es streng relational ist. Das bedeutet, dass Daten nie mehr als einmal einzugeben sind und dass diese nur an einer Stelle in der Datenbank stehen. Sie können mit anderen gespeicherten Daten in Wechselwirkung treten. So werden z.B. an einer Stelle Mitgliederinformationen, an einer zweiten Beitragsinformationen und an einer dritten die Zahlungseingänge gespeichert. Man kann jetzt Abfragen so zusammenstellen, dass Antworten durch die kombinierten Informationen gegeben werden können.

   "Als Ted Codd mit seinem Team die Relationale Datenbank entwickelte, hatte er zunächst im Sinn, die Benutzbarkeit von Datenbanken aus den Händen der IT-Experten zu nehmen, um sie denjenigen in die Hand zu geben, die sie wirklich brauchen: Wissenschaftler, Manager und Verwaltungsangestellte. Dazu führte er mit SQL eine Abfragesprache ein, mit der jeder beliebige Anwender eine dem Englischen entlehnte Syntax zur Verfügung hatte, um selbst komplexeste Abfragen zu formulieren.
   Um eine „vorrelationale“ Datenbank benutzen zu können, musste man sich nicht nur mit den kryptischen Befehlssätzen dieser Systeme, sondern auch in den meist sehr komplizierten, hierarchischen Baumstrukturen ihres Aufbaus auskennen. Relationale Systeme sind anders organisiert: Die Ordnung der Daten wird hier erst während der Abfrage geschaffen. Zur Zeit der Speicherung lagern die Daten eher ungeordnet als bedeutungslose Entitäten in den Tabellen. Mit SQL kann man nun bestimmen, welcher Datensatz, kombiniert mit welcher Eigenschaft, gefiltert durch welche Einschränkung in welchem Format ausgeben werden soll. Die Ordnung und damit die Bedeutungsgenerierung emanzipiert sich vom Zeitpunkt der Speicherung und steht im Moment der Abfrage voll zur Verfügung.
   Diese Umkehr der Interpretationsmacht verwandelt einen Datensatz in mehr als eine Ansammlung von Zeichen. Ein Datensatz wird zu einem tendenziell unendlichen Möglichkeitsfeld von neuen Kombinationen mit anderen Datensätzen."
   Michael Seemann, Vom unvermeidlichen Kontrollverlust im Web 2.0, c't 14/2010, S. 114

T a b e l l e n

Daten werden in Tabellen gespeichert. Jede Tabelle enthält Informationen zu einem bestimmten Objekt. Jede Tabelle hat einen Namen. Die Datenbank Verein enthält beispielsweise die Tabelle midat mit den Mitgliederdaten und die Tabelle fidat mit den Buchungsdaten.

Die Informationen in einer Tabelle unterliegen alle der gleichen Struktur. Innerhalb von Tabellen werden Daten in Spalten und Zeilen gespeichert.

Jeder Spalte, auch Feld genannt, ist eine bestimmte Eigenschaft des Objekts oder Ereignisses zugeordnet. Jede Spalte hat einen Namen. So enthält beispielsweise die Spalte mnam1 den Familiennamen und die Spalte mnr die Mitglieds-Nummer.

Eine Zeile, auch Datensatz genannt, besteht aus einem Querschnitt durch die Spalten, die für ein bestimmtes Element einer Tabelle zutreffen. Oder: Jede Zeile ist ein Satz aus Daten, deren einzelne Teile in jeweils einer Spalte gespeichert sind. Eine Tabelle kann Hunderte von Zeilen enthalten. So wird zum Beispiel jedes Vereinsmitglied in der Tabelle midat als eine Zeile dargestellt.

Sowohl Zeilen als auch Spalten können im Speicher des Rechners nach Belieben geordnet und sortiert und Daten in beliebiger Weise ausgewählt werden. Dabei werden indizierte Spalten zur schnelleren Suche und Sortierung benutzt.

V i e w s

Die Tabelle ist zwar die Grundeinheit einer Datenbank, aber gelegentlich kann es vorteilhaft sein, gleichzeitig Einblick in mehrere Tabellen zu haben. Zu diesem Zweck gibt es die Views. Eine View ist eine Art Pseudo-Tabelle. Sie sieht auf dem Bildschirm genau wie eine Tabelle aus, ist aber nur eine Tabellenfassade.

Views sind temporäre Tabellen, die den gesamten oder teilweisen Inhalt einer oder mehrerer Tabellen anzeigen. Die Datenbank Verein enthält beispielsweise eine View mibtrv0 mit den zu zahlenden Mitgliedsbeiträgen. Sie vereinigt Spalten aus den Tabellen midat (Mitgliederdaten) und stbtr0 (Beiträgestamm). Die gemeinsame oder Referenzspalte, mit der beide Tabellen verbunden sind und die jede View haben muss, ist in diesem Fall b0, der Beitragsschlüssel.

Die Vorteile der Views liegen darin, dass gleiche Daten nicht in mehr als einer Tabelle gespeichert werden müssen, dass Daten aus mehreren Tabellen kombiniert werden können und dass durch entsprechende Verknüpfungen der Tabellen tatsächlich alle Daten erreicht werden können. Jedes Mal, wenn Sie die View verwenden, baut R:BASE sie neu wieder auf. Die Views sind in VV nicht auf der Festplatte angelegt, sondern im Speicher! Das spart Zeit und Festplattenplatz.

E i n g a b e m a s k e n

Masken sind strukturierte Bildschirmpläne, die zur Dateneingabe innerhalb einer Datenbank dienen. Eingabemasken sind die gebräuchlichste Form der Dateneingabe. Jedes Feld auf einer Maske ist einer bestimmten Spalte einer Datenzeile aus einer bestimmten Tabelle zugeordnet. Da jedes Feld wie in einem Formular eine eigene Benennung hat, führt die Maske bei der Eingabe, so dass die erwünschten Daten in die korrekte Spalte gelangen.

Mit einer Maske zur Abfrage von Daten können die in der Datenbank enthaltenen Informationen auf dem Bildschirm angezeigt und bearbeitet werden. So dient zum Beispiel die Maske mit dem Namen veda zum Bearbeiten der Daten für den Vereinsstamm.

A u s g a b e l i s t e n

Listen oder Berichte sind gedruckte Übersichten der Daten. Dies ist die übliche Art, Daten aus einer Datenbank herauszufiltern. Man benutzt Ausgabelisten, um Daten zusammenzutragen, sie übersichtlich zu ordnen, Berechnungen anzustellen und Zusammenhänge anschaulich zu machen.

Berichte können Daten aus einer oder mehreren Tabellen oder Views enthalten; dies können alle entsprechenden Daten oder es kann eine Auswahl sein. So dient beispielsweise der Bericht mit dem Namen kten zur Ausgabe des Kontenberichts mit den Datenzeilen der Tabelle fidat, bei denen das Feld kon einen bestimmten Wert hat.

A u s w a h l m e n ü s

Der Programmablauf wird über Auswahlmenüs gesteuert. Das sind Optionen, die bestimmte Aufgaben erfüllen. Die Menüstruktur erlaubt, sich Schritt für Schritt zu dem gewünschten Punkt des Programms zu bewegen.

Das Hauptmenü stellt die 1. Menüstufe dar. Es ist ein Balkenmenü mit mehreren Optionen. Diese gehen weiter zu Untermenüs.
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Die Untermenüs stellen die 2. Menüstufe dar. Die einzelnen Untermenüs werden unter den Positionen des Hauptmenüs angezeigt (sog. Pull-down-Menüs), wenn die betreffende Option hervorgehoben (angeklickt) wird.
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Wird ein Element des Untermenüs angeklickt, führt das Programm diese Option aus. Optionen, bei denen noch weitere Auswahlen getroffen werden müssen, sind mit einem doppelten Pfeil (») gekennzeichnet. In einigen Fällen wird durch Punkte (...) im Menü angezeigt, dass bei Aufruf der Option eine Aufforderung erscheint, eine benötigte Information einzugeben.

A n w e n d u n g e n

Eine Anwendung ist ein rechnergesteuertes System zur Verarbeitung der Daten. Zum Beispiel kann die Anwendung Verein den Benutzer durch die Aufgaben führen, mit denen Mitgliederdaten auf den neuesten Stand gehalten, Beleglisten gedruckt und Fragen zum Beitragsstand mit Hilfe einer Datenbank beantwortet werden.

Eine Anwendung besteht aus einer Reihe von Menüs und Befehlen, durch die man direkt auf eine Datenbank zugreifen kann. In gewisser Weise erhält eine Datenbank durch die Anwendung eine Art Eigenleben. Sie sieht fast wie ein eigenes Programm aus, aber in Wirklichkeit macht das Datenbankprogramm hinter den Kulissen die eigentliche Arbeit.

Anwendungen sind Kombinationen aus Befehls-, Menü- und Bildschirmblöcken, die zusammen die Anforderungen des Anwenders erfüllen.

Ein Befehlsblock ist eine Folge von Anweisungen, durch die das Programm bestimmte Aufgaben erfüllt. Sie muss einen logischen Programmablauf und eine logische Struktur besitzen. Programmablauf und -struktur definieren die Aufgaben, die mit dem Programm ausgeführt werden. In der VV Vereinsverwaltung sind diese in einer Datei mit der Endung .app abgelegt. Die apx-Datei ist die ausführbare (kompilierte) Version der App.

Ein Menüblock enthält die Beschreibung eines Menüs, das in der Anwendung verwendet werden soll. Die aus dem Menü gewählte Option führt die jeweilige Aufgabe aus, für die sie festgelegt ist. In der VV Vereinsverwaltung sind diese in einer eigenen Datei mit der Endung .rba zusammengefasst.

Ein Bildschirmblock wird oft dazu verwendet wird, Hilfeinformationen beim Ausführen der Anwendung bereitzustellen. In der VV Vereinsverwaltung sind die Hilfen als .html-Dateien erstellt und können über Menüpunkte aufgerufen werden.

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© Dr. Hartmut Braun, Karlsruhe